Erste wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des Master of Advanced Studies (MAS) in Palliative Care, Kommunikation und Ethik am Ende des Lebens!
Sandra Wiederkehr absolvierte im Studiengang 2006-2008 am Institut Universitaire Kurt Bösch (IUKB) Sion/Schweiz den Master of Advanced Studies (MAS) in Palliative Care!
„Wie nehmen Pflegende Traumatisierung in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner wahr?
Eine Untersuchung im Langzeitbereich.“

Bild: S.Kathriner
Sandra Wiederkehr geht folgenden Fragen in ihrer Arbeit nach:
• Was wissen Pflegende über Traumata?
• Wie sind Pflegende geschult, um die Körpersymptome der Bewohner wahrzunehmen?
• Wie und aufgrund welcher Beobachtungen nehmen Pflegende Traumatisierungen in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner wahr?
Um diesen Fragestellungen nachzugehen, war es Sandra Wiederkehr wichtig, zunächst die Begriffe zu erklären und theoretische Kenntnisse zu vermitteln, indem sie in einer Literaturrecherche den Aspekten der Psychotraumatologie nachging.
Im zweiten Teil der Arbeit werden Überlegungen aus der Praxis festgehalten: Wie ist das Leben im Pflegeheim, und welche Auswirkungen kann ein Heimeintritt für den Betroffenen haben?
Der dritte Teil beinhaltet die Untersuchung im Langzeitbereich mittels Interviews mit Pflegenden. Dreizehn Personen wurden in halbstrukturierten, teilweise narrativen Interviews über ihre Beobachtungen und Wahrnehmungen von Traumatisierung in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner befragt.
Hierbei wurde deutlich, dass die Pflegenden sehr gut beobachten und wahrnehmen. Die Zuordnung der Beobachtungen fällt ihnen jedoch schwer (da ihnen die theoretischen Kenntnisse dazu fehlen) und ist lediglich dann möglich, wenn ein schlimmes Erlebnis aus der Biografie des Patienten bekannt ist, wie z.B. das Überleben des Holocaust, eine Vergewaltigung oder Unfälle.
Klar wird, dass eine gute Beobachtungsgabe nötig ist, um Menschen über eine längere Zeit zu betreuen.
Pflegende können dieser Aufgabe nur gerecht werden, wenn sie in ihrer Ausbildung und/oder in Weiterbildungen dazu Hintergrundwissen erhalten. Informationen und theoretisches Wissen über Traumata und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sensibilisieren Pflegende und helfen ihnen, subjektive und objektive Kennzeichen zu erfassen, um frühzeitig die Betreuung der Bewohner interdisziplinär anzugehen.
Download Mas-Abschlussarbeit (98 Seiten, PDF, 848 KB)
„Wie nehmen Pflegende Traumatisierung in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner wahr?
Eine Untersuchung im Langzeitbereich.“

Bild: S.Kathriner
Sandra Wiederkehr geht folgenden Fragen in ihrer Arbeit nach:
• Was wissen Pflegende über Traumata?
• Wie sind Pflegende geschult, um die Körpersymptome der Bewohner wahrzunehmen?
• Wie und aufgrund welcher Beobachtungen nehmen Pflegende Traumatisierungen in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner wahr?
Um diesen Fragestellungen nachzugehen, war es Sandra Wiederkehr wichtig, zunächst die Begriffe zu erklären und theoretische Kenntnisse zu vermitteln, indem sie in einer Literaturrecherche den Aspekten der Psychotraumatologie nachging.
Im zweiten Teil der Arbeit werden Überlegungen aus der Praxis festgehalten: Wie ist das Leben im Pflegeheim, und welche Auswirkungen kann ein Heimeintritt für den Betroffenen haben?
Der dritte Teil beinhaltet die Untersuchung im Langzeitbereich mittels Interviews mit Pflegenden. Dreizehn Personen wurden in halbstrukturierten, teilweise narrativen Interviews über ihre Beobachtungen und Wahrnehmungen von Traumatisierung in der Vorgeschichte der Bewohnerinnen und Bewohner befragt.
Hierbei wurde deutlich, dass die Pflegenden sehr gut beobachten und wahrnehmen. Die Zuordnung der Beobachtungen fällt ihnen jedoch schwer (da ihnen die theoretischen Kenntnisse dazu fehlen) und ist lediglich dann möglich, wenn ein schlimmes Erlebnis aus der Biografie des Patienten bekannt ist, wie z.B. das Überleben des Holocaust, eine Vergewaltigung oder Unfälle.
Klar wird, dass eine gute Beobachtungsgabe nötig ist, um Menschen über eine längere Zeit zu betreuen.
Pflegende können dieser Aufgabe nur gerecht werden, wenn sie in ihrer Ausbildung und/oder in Weiterbildungen dazu Hintergrundwissen erhalten. Informationen und theoretisches Wissen über Traumata und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sensibilisieren Pflegende und helfen ihnen, subjektive und objektive Kennzeichen zu erfassen, um frühzeitig die Betreuung der Bewohner interdisziplinär anzugehen.
Ich gratuliere Sandra Wiederkehr zu dieser sehr lesenswerten und gelungenen Mas-Arbeit und freue mich ungemein, diese auf Palliativpflege veröffentlichen zu dürfen.
Download Mas-Abschlussarbeit (98 Seiten, PDF, 848 KB)
palliativpflege - 4. Jul, 21:45
