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Montag, 12. Februar 2007

Palliative Care

Historisch gesehen ist der Begriff "palliativ" jünger als der Begriff "Hospiz". Das Wort "palliativ" wurde erstmalig von Belfour Mount gebraucht, dem Gründer des Palliative Care am Royal Victoria Hospital in Montreal.

Die Bezeichnung Palliative Care hat ihren Ursprung in Kanada
Dr. Balfour Mount, ein Urologe und Onkologe, zeigte 1974 die Notwendigkeit eines Palliativdienstes im Royal Victoria Hospital in Montreal auf (ein Lehrkrankenhaus der McGill University) und prägte den Ausdruck im Jahr 1975, als ihm frankokanadische Kollegen mitteilten, dass die gängigere Bezeichnung für Programme, die sich mit der Betreuung Sterbender befassten, „hospice care“, bei französischsprachigen Kollegen nicht sehr gut aufgenommen würde.
Palliative Care ist sozusagen die Umsetzung des Hospizkonzeptes in die Praxis. Es ist ein Handlungskonzept, das von der weltweit aktiven Hospizbewegung entwickelt worden ist.
So gesehen ist Palliative Care das Werkzeug, das die Hospizidee zu ihrer Verwirklichung braucht.

Hospizarbeit

Hospiz (engl.: hospice; lat.: hospitium) war im Mittelalter der Name von kirchlichen oder klösterlichen Herbergen für Pilger, Bedürftige, Fremde oder Kranke.
Der Begriff Hospiz ist schon sehr alt und wurde bereits zur Zeit der Römer verwendet. Damals konnten Bedürftige, Kranke und Sterbende Unterkunft, Verpflegung und Hilfe in Hospizen finden.
1967 wurde das St. Christopher's Hospice in Sydenham (London) von Cicely Saunders gegründet. Von dort nahm die heutige Hospizbewegung ihren Anfang.
Mit dem Wort "Hospiz" verbindet sich also eine die Idee, eine Bewegung.
Das Werkzeug, das die Hospizidee zu ihrer Verwirklichung braucht, ist Palliative Care − palliative Betreuung.

Die Hospizarbeit wirbt für eine partnerschaftliche und multidisziplinäre, professionelle und fantasievolle Zusammenarbeit aller in der Sterbebegleitung Tätigen.
Der ganzheitliche Ansatz umfasst physische, psychische, soziale und seelsorgliche Bedürfnisse des Sterbenden sowie der Angehörigen und Trauernden.
Die verschiedenen Professionen arbeiten zum Wohl des Sterbenden Hand in Hand mit den haupt- und ehrenamtlichen Helfern.
Die Begleitung ist unabhängig von der sozialen oder materiellen Situation, dem religiösen Bekenntnis und der Herkunft des Sterbenden.

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